Hast Du manchmal Angst vorm Chef bzw. vor Deiner Chefin, weil sie oder er Dich ungerecht oder unangemessen behandelt? Und hast Du dabei den Eindruck, dass Du es ihm* selten wirklich recht machen kannst, weil Du ständig von ihm korrigiert wirst? Dann lies diesen Artikel. Du wirst darin 8 wirkungsvolle Hebel kennen lernen, mit denen Du das Ruder aktiv herumreissen und Eure Beziehung verbessern kannst.

Egal, wie sehr Du Dich anstrengst, Du hast den Eindruck, Deinem Vorgesetzten ist es selten genug. Plötzlich stürmt er wieder in Dein Büro, bäumt sich vor Deinem Schreibtisch auf und erklärt Dir mit aufbrausender Stimme ein weiteres Mal, dass das, was Du da fabriziert hast, SO einfach nicht geht.

Du sitzt verunsichert da, fühlst Dich einerseits klein, andererseits wütend, weil Dein Gerechtigkeitssinn Dir zuflüstert, dass Du Dich so nicht behandeln lassen solltest. Dennoch hältst Du still, grummelst innerlich in Dich hinein und wirst immer nervöser. Deine Angst vorm Chef wächst. Du traust Dich nicht, ihm kontra zu geben und drückst Dich aufgrund der Verunsicherung, die diese Szene bei Dir ausgelöst hat, immer komplizierter aus. Vielleicht weißt Du auch gar nicht mehr, was Du jetzt sagen sollst und bist komplett still. Du versuchst, Dich jetzt möglichst unauffällig zu verhalten und hoffst, dass Dein Vorgesetzter bald möglichst wieder den Raum verlässt und Deine Angst vorm Chef nachlassen wird.

 

Das Problem

 

Wenn Dein Vorgesetzter weg ist, ist es jedoch nicht vorbei. Die Szene gärt innerlich in Dir weiter und ärgert Dich maßlos. Immer wieder erträgst Du meist stillschweigend die Launen und das unangemessene Gebahren Deines Chefs. Du denkst, Du hättest nicht das Recht, Dich als Angestellte oder Angestellter darüber zu beschweren oder dagegen aufzubegehren. Frühzeitig und richtig Grenzen zu setzen, fällt Dir häufig nicht leicht, schon gar nicht bei Deinem Chef. Abends erzählst Du Deiner Familie oder Deinen Freunden von der unangenehmen Situation und Deiner Angst vorm Chef, denn irgendwie fühlst Du Dich diesem unfairen Verhalten hilflos ausgesetzt.

Dabei könntest Du eine Menge tun, um Situationen wie diese aktiv und nachhaltig zum Positiven zu transformieren und Deine Angst vorm Chef abzubauen. In diesem Artikel verate ich Dir daher 8 wirkungsvolle Hebel, mit denen Du das Blatt wenden kannst.

Hole Dir Deine Macht zurück

 

Vermutlich konzentrierst Du Dich in einer Situation, wie oben beschrieben, stark auf das Verhalten Deines Vorgesetzten. Du bist der Meinung, er oder sie solle sich Dir gegenüber anders verhalten. Im sicheren Kreise Deines privaten Umfeldes regst Du Dich anschließend lautstark über ihn auf und wetterst über ihre oder seine dürftigen Führungsqualitäten. Das Blöde daran ist: Verändern wirst Du damit nichts.

Vielleicht wirst Du nicht gerne lesen, was ich jetzt in Bezug auf Deine Angst vorm Chef schreiben werde. Wenn Du die folgenden Zielen jedoch annimmst, hältst Du zukünftig mehrere wirksame Hebel in der Hand, um das Verhältnis zu Deinem Chef maßgeblich verändern zu können.

 

1. Hebel

Bewege Dich auf der richtigen Baustelle

 

Wenn Du Dich auf Deinen Chef konzentrierst, bist auf der falschen Baustelle unterwegs. Vermutlich wirst Du ihn nämlich nicht verändern können. Zumindest nicht “aktiv”. Indem Du jedoch auf die Baustelle zurück kehrst, auf der Du tatsächlich viel bewirken kannst, nämlich auf Dein eigenes Terrain, gewinnst Du Deine Macht zurück.

Dazu kümmere Dich zu allererst vor allem um Dich selbst.

Lerne, Dich selbst zu lieben. Kultiviere diese Selbstliebe und sei bereit, Dich weiter zu entwickeln. Ich verrate Dir hier 9 unterstützende Geheimnisse, die das Sich-selber-lieben erleichtern.

Indem Du nämlich Dein Verhältnis zu Dir selbst sowie Dein Verhalten veränderst, wirst Du auch andere Reaktionen bei Deinem Chef auslösen. Durch Dein verändertes Verhalten wird er sich sozusagen “passiv” mit entwickeln und Eure Beziehung wird eine andere Dynamik bekommen.

 

2. Hebel

Agiere auf Augenhöhe

 

Ab dem Moment, wo Du Deinen Chef als nahezu Allmächtigen über Dein Leben enttrohnst und ihm wieder die Rolle zuschreibst, die er tatsächlich inne hat – nämlich Dein Vorgesetzter zu sein – passiert ein weiterer wichtiger Veränderungsschritt.

Indem Du Dir verdeutlichst, dass dieser Mensch sehr wohl zwar Dein Chef, jedoch nicht der Herrscher über Dein Gefühlsleben sein sollte, gewinnst Du die Autorität zurück, Dich ihm gegenüber anders zu verhalten.

Indem Du in schwierigen Situationen Deine Souveränität bewahrst, demonstrierst Du auf eine informelle und wirkungsvolle Weise Deine persönliche Macht. Dazu musst Du übrigens nicht einmal Deinen Mund aufmachen. Hier ist Deine innere Haltung von Entscheidung und diese strahlst Du mit Deiner ganzen Körpersprache aus.

Dadurch, dass Du die volle Verantwortung für Deinen Part in Eurer Beziehung übernimmst, holst Du Dich selbst aus der „untergeordneten Opferrolle” heraus und stellst eine Augenhöhe zu Deinem Gegenüber her.

Damit tust Du übrigens nicht nur Dir einen riesigen Gefallen, sondern vermutlich auch Deinem Vorgesetzten. Denn ganz ehrlich: Wie ergeht es Dir selbst mit Menschen, die vor Dir kuschen, verstummen, sich nicht klar ausdrücken können, sich übertrieben oft entschuldigen oder lügen und sich Dir gegenüber so verhalten, als wären sie am liebsten unsichtbar?

Ganz genau: So ein Verhalten macht das Miteinander furchtbar kompliziert. Es sorgt für Unsicherheiten auf beiden Seiten und steigert in der Regel auch nicht den gegenseitigen Respekt voreinander. Aber zum Glück geht es ja auch anders!

Erinnere Dich im Kontakt mit Deinem Vorgesetzten nichtsdestotrotz immer daran, respektvoll und wertschätzend ihm gegenüber aufzutreten. Schließlich möchtest Du selbst ebenso wertschätzend und respektvoll behandelt werden. Sei Dir darüber im Klaren, welche Funktion er oder sie im Unternehmen ausübt und akzeptiere diese Rolle.

 

3. Hebel

Schau durch die Brille Deines Vorgesetzten

 

Es ist immer leicht, Dinge, Personen oder Prozesse zu kritisieren und einen Sündenbock für das eigene Unwohlsein verantwortlich zu machen. Eine ganz andere Sache ist es jedoch, all dies selbst wirklich besser zu machen. Schließlich sind wir alle fehlerhaft und haben höchst individuelle Macken. Daran möchte ich Dich an dieser Stelle einfach nur erinnern. Beachte es, bevor Du Dich das nächste Mal so richtig in Deine Angst vorm Chef und all seine Unzulänglichkeiten hinein steigerst.

Fakt ist nämlich auch, dass Führungskräfte in der Regel einer Menge komplexer Anforderungen gerecht werden und sie im Sinne des Unternehmens steuern müssen. Zudem sind sie einfach auch nur Menschen mit Stärken und Schwächen, wie Du und ich sie auch haben. Oftmals wurden sie auf ihre Führungsrolle nicht sehr gut vorbereitet. Manchmal wissen sie selbst nicht so genau, wie sie das Schiff auf hoher See sicher in den Hafen steuern sollen und fühlen sich überfordert. Sie versuchen dennoch die Contenance zu wahren und eine gute Figur dabei zu machen.

 

Chefs sind auch nur Menschen

 

Auch, wenn sie sich noch so ungeschickt anstellen, geben sie auf ihre Weise sicherlich ihr Bestes, so wie auch Du jeden Tag auf Deine Weise Dein Bestes gibst. Wenn sie sehr ungeschickt führen, liegt es mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass sie es einfach nicht besser können. Zudem stehen sie meistens unter großem Druck.

Wenn Du also wieder sauer auf Deinen Chef bist, mache doch mal ein kleines Gedankenexperiment und versetze Dich für einen Moment lang ganz und gar in seine Rolle hinein.

  • Was würdest Du in dieser Situation tun?
  • Wie würdest Du Dich verhalten?

 

Wenn Du es heraus gefunden hast, kannst Du diese Informationen nutzen, um Deinem Chef aus Deiner Perspektive heraus zu sagen, was Du brauchst, um produktiv arbeiten zu können oder Prozesse zu optimieren. Du kannst Dir sicher sein, dass er daran ein Interesse haben wird, denn er hat ein Interesse daran, dass sein Unternehmen oder sein Team gute Ergebnisse erzielt. Zudem wird dieses proaktive Verhalten Dein Selbstwertgefühl unterfüttern und Deine Angst vorm Chef mildern.

 

4. Hebel

Kläre Arbeitsaufträge und Unklarheiten

 

Nicht alle Chefs erteilen klare Arbeitsaufträge. Statt Dich jedoch immer wieder darüber zu ärgern, wie schwammig die Ansagen Deines Chefs sind, mache lieber Folgendes:

Fokussiere Dich darauf, was Du selbst tun kannst, damit die Arbeitsaufträge für Dich klar werden.

Räume Unklarheiten möglichst direkt aus dem Wege und verdeutliche, welche Informationen Du zur Erfüllung des Auftrages benötigst. Stelle sicher, dass Du sie bekommst. So kannst Du nicht nur effektiver arbeiten, Du bekommst auch bessere Laune. Allein schon deshalb, weil Du Dich auf die Lösungen konzentrierst, statt ewig das Problem zu wälzen. Auch Deine Angst vorm Chef lässt damit nach.

 

5. Hebel

Wisse, worauf es besonders ankommt

 

Gerade bei komplexen Aufgaben kann man unterschiedliche Prioritäten setzen. Wenn Dir nicht wirklich klar ist, worauf es Deinem Chef besonders ankommst, kannst Du so in eine völlig falsche Richtung galoppieren, ohne es selbst zu merken.

Damit dieser Fall gar nicht erst eintritt, achte schon bei der Auftragsklärung komplexer Aufgaben darauf, welchen Fokus Dein Vorgesetzter selbst setzt und richte Deine Arbeit darauf aus.

Du selbst wirst Dich so deutlich produktiver fühlen. Gleichzeitig verdeutlichst Du Deiner Chefin oder Deinem Chef damit, dass Du ein Interesse daran hast, gute Arbeit zu leisten. Und genau das wird sie oder er zu schätzen wissen.

 

6. Hebel

Hole Dir Zwischenfeedbacks ein

 

Aus Angst vorm Chef versuchen manche Menschen den direkten Kontakt mit ihm möglichst zu vermeiden. Gerade bei größeren Projekten ist dies eine ineffektive Herangehensweise, weil Du so – wie oben beschrieben – nicht sicher sein kannst, dass Du auf dem richtigen Wege bist.

Scheue Dich daher nicht, sinnvolle Zwischenfeedbacks einzuholen.

Sie ermöglichen Dir, gegebenenfalls nötige Kurskorrekturen rechtzeitig vorzunehmen und ersparen allen Beteiligten unnötige Arbeit sowie ein böses Erwachen. Weiterhin vermittelt diese Vorgehensweise nicht nur Dir ein Gefühl von Kontrolle über den Prozess. Auch Dein Chef wird durch diese Herangehensweise bemerken, dass Dir die Kontrolle über den Gesamtprozess am Herzen liegt.

 

7. Hebel

Halte Wichtiges schriftlich fest

 

Manche Menschen und Vorgesetzte können sich schwer an Gesagtes erinnern. Manche wollen es auch gar nicht. Diesen Fall hatte ich beispielsweise selbst einmal vor einigen Jahren, als ich als Projektleiterin arbeitete. Glücklicherweise hatte mir meine damalige Chefin sofort beigebracht, dass ich den kompletten Prozess inklusive der Gespräche mit Auftraggebern dokumentieren und mir für ALLE Bestellungen und Spezialanfertigungen, die hier öfter einmal getätigt wurden, vorab eine Unterschrift einzuholen hätte. Einmal passierte es dann, dass mir ein namenhafter und großer Auftraggeber nach bereits zweimonatiger Zusammenarbeit am Telefon plötzlich weismachen wollte, dass er den Auftrag an uns nie erteilt habe. Dank meiner genauen Protokollierung konnte ich in diesem Moment gelassen den entsprechenden Ordner aus dem Regal herausziehen und den Kunden freundlich daran erinnern, wann er mir welche Unterschriften über welche Bestellungen erteilt hatte. Blitzartig war das Erinnerungsvermögen meines Gesprächspartners zurück gekehrt und wir konnten konstruktiv miteinader weiter arbeiten 😉

Protokolliere also alle wichtigen Infroamtionen samt relevanter Gespräche zu Deinem Projekt und hole Dir ggfs. Unterschriften dazu ein

Im Fall der Fälle bist Du so auf der sicheren Seite. Zudem kannst Du Deine Angst vorm Chef auf diese Weise etwas abbauen.

 

8. Hebel

Verdeutliche Deinen Anspruch an Qualität

 

Vorgesetzte sind – wie schon erwähnt – nicht immer Naturtalente in Führung oder ausreichend darin geschult. Nicht immer gelingt es ihnen, sich um das zu kümmern, was wirklich sinnvoll wäre. Stattdessen verlieren auch sie sich gelegentlich in Details, die sie besser übersehen sollten und nerven Dich damit. Nehmen wir als Beispiel an, dass Du einen perfektionistisch veranlagten Vorgesetzten hast, der immer wieder dazu neigt, Dich detailverliebt zu korrigieren.

Beispielsweise, indem sie oder er immer wieder Deine Konzepte, Präsentationen oder Texte überarbeitet und einerseits penibel, inhaltlich jedoch eher irrelevant, korrigiert. Daraufhin kommt bei Dir neben der Angst vorm Chef der Eindruck auf: „Da kann sie/ er doch gleich die Sache selbst erledigen, wenn ich es eh nicht recht mache.“ In diesem Fall sprich Deine Vorgesetzten freundlich und direkt darauf an.

Verdeutliche, dass Dir wirklich daran liegt, Deinen Chef sinnvoll zu unterstützen und ihm Arbeit abzunehmen.

Kläre genau die Auftragsanforderungen und frage ab, worauf der Fokus gesetzt werden soll. Mache auch deutlich, dass Du Dein Bestes gibst und das Vertrauen und die Anerkennung Deines Chefs brauchst, um Deine Arbeit wirklich gut machen zu können. Fordere von ihr oder ihm ein, Dich darin zu unterstützen.

Auch, wenn Dich dieser Schritt eine große Portion Mut kosten wird, er wird sich lohnen! Übe Dich zudem darin, Deinem Chef gegenüber auch einmal Nein zu sagen.

 

Fazit:

Angst vorm Chef adé!

 

Wenn Du Angst vorm Chef hast, kannst Du selbst eine ganze Menge dafür tun, um diese Situation zum Positiven zu wenden!

Nutze aktiv Deine Möglichkeiten, statt passiv darauf zu warten, dass Dein Chef eine spontane Erleuchtung haben und sich verändern wird.

Stattdessen setze Dein Wissen in der Interaktion mit Deinen Vorgesetzten bewusst ein, um das Miteinander produktiver und freundlicher zu gestalten.

Das Beste daran:

 

Du wirst nicht nur nach und nach Deine Angst vorm Chef abbauen können, sondern so viel lieber zur Arbeit gehen und Dich Deinem Chef gegenüber nicht mehr unterlegen fühlen. Durch Dein verändertes Verhalten wird auch Deine Chefin oder Dein Chef anders agieren (müssen).

Wenn es Dir schwer fällt, die beschriebenen Tipps umzusetzen, stecke den Kopf nicht in den Sand und lasse Dich in diesem Prozess gezielt unterstützen. Ich begleite Dich im Rahmen eines Coachings gerne dabei.

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Herzliche Grüße

 

 

* = in der Folge ist hiermit auch immer die weibliche Form gemeint

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